Pop-Up-Dialog People & Culture: Die Kunst der Unternehmenskultur

„Wenn man Kultur sieht, heißt das nicht, dass man sie versteht.“ Im Zuge des Pop-Up-Dialogs People & Culture war jedoch genau das das Ziel: Kultur verstehen und mit wirksamen Interventionen in eine bessere Richtung lenken. Zu Gast bei der Erzdiözese Wien veranstalteten die beiden Consulting Firmen vieconsult und Riverside Change Consulting die 2. Ausgabe ihres Pop-Up-Dialogs. Gemeinsam mit rund 45 geladenen Gästen wurde in einer Kombination aus Vortrag und Werkstatt ein tieferes Verständnis für die Kunst der Unternehmenskultur geschaffen.

Was bedeutet Pop-Up-Dialog überhaupt?

Beim Pop-Up-Dialog handelt es sich um ein exklusives Format für HR-Expert:innen. Der Fokus der Themen liegt auf aktuellen Trends und Herausforderungen. Neben vorgetragenen Impulsen zeichnet sich das Format durch werkstattartige Praxisarbeit aus. Ziel ist es, einen Raum für Inspiration, ehrlichen Austausch und konkretes Arbeiten zu schaffen. Gemeinsam sollen neue Ideen, Ansätze und Perspektiven aufpoppen.

Der Pop-Up-Dialog People & Culture fand bereits zum zweiten Mal statt. Den Auftakt der Eventreihe machte das Thema „Die Rolle von HR in der KI-Transformation“ bereits im November 2025. Dieses Mal stand das Thema „Kunst der Gestaltung von Unternehmenskultur“ im Mittelpunkt. Gerd Beidernikl von vieconsult moderierte die Veranstaltung zusammen mit Veronika Meszarits und Thomas Mandl von Riverside Change Consultants. Zu Gast waren HR-Begeisterte aus den verschiedensten Unternehmen. Die Veranstaltung bietet eine ideale Gelegenheit neue Kontakte zu knüpfen und alte wieder aufleben zu lassen. Sowohl beim anfänglichen Check-In als auch bei der Praxisarbeit in der zweiten Hälfte des Events – und nicht zu vergessen beim gemeinsamen Ausklang – gleiten die Gespräche in die spannenden Tiefen der HR-Welt ab.

Die Kunst der Unternehmenskultur

Unternehmenskultur war das Leitthema des Pop-Up-Dialogs. Menschen schaffen Strukturen und prägen Kulturen. Das sehr bekannte Eisberg-Modell von Edgar Schein belegt bereits, nur weil man Kultur sieht, heißt das nicht, dass man sie versteht. Denn man sieht Kultur: Angefangen bei der Parkplatzordnung bis hin zur Sitzplatzvergabe im Meeting.

Es sind die Glaubenssätze unter der Wasseroberfläche, die Unternehmenskultur formen. Unausgesprochene Verhaltensrichtlinien und gemeinsame Werte innerhalb einer Organisation beeinflussen, wie die Mitarbeitenden und auch Außenstehende das Unternehmen wahrnehmen.

Kultur verändert sich nicht von heute auf morgen. Es benötigt einen langen, intensiven Prozess, um die alten Muster der gelebten Kultur zu verändern. Die Veränderung von Kultur ist keine Revolution, viel mehr eine Evolution und erfordert deswegen ausreichend Geduld. Um aktiv in veraltete Unternehmenskulturen einzugreifen, reicht es nicht, von heute auf morgen die Sie-Form abzuschaffen. Für eine nachhaltige Veränderung der eigenen Unternehmenskultur muss man zunächst die strukturellen Rahmenbedingungen erkennen und verstehen, was wohl zu den schwierigsten Aufgaben gehört.

Warum soll die eigene Kultur verändert werden? Erst wenn diese Frage beantwortet ist, kann man weiter zur Kulturanalyse voranschreiten. Jede Unternehmenskultur hat ihre positiven und negativen Aspekte. Im Zuge der Kulturanalyse soll herausgefiltert werden, was man beibehalten möchte und was man unbedingt verändern will. Dabei helfen die verschiedensten Instrumente. Umfragen, Fokusgruppen, Sprachstilanalysen, Metaphern, und so weiter. Kulturveränderung erfordert einen ganzheitlichen Ansatz. Wenn die Führungskräfte die gewünschte Kultur nicht vorleben, wenn die Mitarbeitenden keine Offenheit gegenüber Veränderung zeigen, wenn externe Einflüsse den internen Zielen im Weg stehen, werden sämtliche Interventionen scheitern. Verhalten verursacht Organisation und umgekehrt. Um in diesen Kreislauf einzugreifen, muss man bei den Schmerzpunkten ansetzen.

Pop-Up-Dialog

Die Geschichte des Pop-Up-Dialogs

Die große Geschichte des letzten Pop-Up-Dialogs besteht aus vielen kleinen und auch größeren Geschichten aus den Erfahrungen der Teilnehmenden. Im Rahmen der werkstattartigen Praxisarbeit haben sich sechs Kleingruppen über die Einflüsse von Struktur, Führung und Ritualen auf Kulturveränderungen beschäftigt. Zurück im Plenum wurden die gesammelten Geschichten und die gemeinsamen Erkenntnisse geteilt.

Hier ein paar kleine Ausschnitte: Externe Einflüsse haben zu besserer Zusammenarbeit und Integration geführt. Mitarbeitende wurden von ihren Führungskräften bedingungslos gelobt und waren dadurch so irritiert, dass die Neugier an der eigenen Kultur geweckt wurde. Denn Führungsarbeit kann auch mit Kindererziehung verglichen werden. Wer frühstückt gerne mit dem Vorstand? Was passiert, wenn die jährliche Firmen-Weihnachtsfeier abgesagt wird?

Aus diesem Flickenteppich von Geschichten entstand ein großes Bild. Ein Bild von der Vielfältigkeit der Unternehmenskultur. Bunte Seiten, dunkle Schleier, versteckte Ecken, offene Einblicke, fröhliche Farbklekse – so wurde in unserem Pop-Up-Dialog aus Austausch und vielen Geschichten ein künstlerisches Bild von Unternehmenskultur kreiert, mit dem Titel die Kunst der Gestaltung von Unternehmenskultur.

Wenn nun auch Sie Interesse an unserem Pop-Up-Dialog haben, dann können Sie sich freuen. Denn dieses Jahr soll unser Format noch zweimal stattfinden. Einmal in Graz zum Thema „Restrukturierung“ und einmal in Wien mit dem Fokus auf „Neue Arbeitswelten“. Wir freuen uns auf alles, was unser Pop-Up-Dialog noch so mit sich bringen wird.

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