Betriebsrat – Freund oder Feind?

Das Verhältnis zwischen Betriebsrat und Betriebsinhaber ist von einem natürlichen Interessengegensatz geprägt. Der Betriebsrat hat zahlreiche Rechte, aber diese Rechte sind nicht grenzenlos. Zudem hat der Betriebsrat nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten.

Der Betriebsrat ist der gesetzliche Vertreter der Solidarinteressen der Arbeitnehmer. Die rechtlichen Grundlagen der Betriebsratstätigkeit sind im Arbeitsverfassungsgesetz (ArbVG) geregelt. Über den Betriebsrat haben die Arbeitnehmer Mitwirkungsrechte bei der Gestaltung wichtiger Themen, denn die zentrale Aufgabe des Betriebsrats ist die Vertretung der sozialen, wirtschaftlichen, gesundheitlichen und kulturellen Interessen der (gesamten) Belegschaft.

In unserer täglichen Praxis bei der Durchführung innerbetrieblicher Befragungen ergeben sich dadurch automatisch Querverbindungen in Form von Informationspflichten eines Arbeitgebers bzw. Mitbestimmungs- und Zustimmungsrechte des Betriebsrates. Unserer Ansicht nach ist die partnerschaftliche Zusammenarbeit immer der besste Weg. Denn letztlich geht es bei der derartigen Projekten immer auch um Vertrauen und Respekt. Steht der Betriebsrat gemeinsam mit der Unternehmensleitung hinter der Befragung, steigert das die Akzeptanz der Mitarbeiterbefragung bei den Arbeitnehmern deutlich. Das muss nicht zwingend in einer formalen Betriebsvereinbarung münden, erfordert diese teilweise aber. Unserer Erfahrung nach ist die Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure in einer Projektgruppe, deren Aufgabe die Mitarbeiterbefragung ist, sehr förderlich.

Ein sehr spannender Artikel zum Spannungsverhältnis von Rechten und Pflichten des Betriebsrates erschien vor einiger Zeit im HRweb.at von Anna Mertinz. Ein absoluter Lesetipp: Betriebsrat – Freund oder Feind?